Ein Kriterium, den ein Song erfüllen muss, um in mein Repertoire als Alleinunterhalter aufgenommen zu werden ist, dass ich glaube, mein Publikum mag ihn auch noch in einigen Jahren. Dass er gar das Zeug zu einem echten Klassiker hat, wie Westerland von den Ärzten, oder Willenlos von Westernhagen. Als ich An Tagen wie diesen zum ersten Mal im Autoradio hörte, ahnte ich schon, dass ich diesen Song früher oder später ins Programm aufnehmen würde. Nun ist es soweit – Text gelernt, Akkorde rausgehört – mein jüngster Neuzugang kommt von den Toten Hosen! Übrigens mein erster Song der Düsseldorfer Kapelle.

Ich mag dieses Lied! Ok, man kann auch der Meinung sein, es sei ein bisschen dick aufgetragen, aber egal. Jung sein, Party machen, Freunde haben, nicht um das Morgen kümmern und sich bewusst sein, dass dieser Moment zu den besten des Lebens gehören wird. Wow, was will man mehr! Das ist der Stoff aus dem sentimentale Erinnerungen gestrickt sind, wenn die Zeit der Unbeschwertheit und Jugend längst vorbei ist.

Musikalisch gefällt mir sehr die Gitarre in den ruhigen Parts (zum Beispiel ganz am Anfang) mit dem Delay-Effekt. Weglassen können hätte man dagegen das eintönige Gegröle des „Background-Chores“ im Refrain. Aber was soll´s – sind halt „die Hosen“!

Ich kann noch gar nichts über Live-Erfahrungen berichten. Das Lied ist für mich so neu, dass ich es tatsächlich noch nie bei einer Veranstaltung gespielt habe. Nach dem kommenden Wochenende werde ich schlauer sein, da spiele ich Samstag und Sonntag (Pfingsten!) auf zwei Hochzeiten, und werde An Tagen wie diesen bestimmt zu Gehör bringen. Allerdings im Moment erst mal als Akustikversion, wahrscheinlich gegen Ende des Programms. Hoffe, er wird seine Wirkung nicht verfehlen.

Wie gefällt Euch An Tagen wie diesen? Sollte ich noch andere Songs von den Toten Hosen spielen? Oder ist die Zeit dieser Alt-Punker einfach vorbei?